Was ein Aussaatkalender zeigt
Ein Aussaatkalender ordnet Kulturen ihren Saatzeitpunkten zu — meist als Tabelle mit zwölf Monatsspalten. Gute Kalender unterscheiden zusätzlich zwischen Vorkultur (Anzucht im Haus), Direktsaat (direkt ins Beet) und Pflanztermin (Jungpflanzen kommen ins Freie).
Die Bausteine im Überblick
| Angabe | Bedeutung | Quelle |
|---|---|---|
| Saatmonat | Wann ausgesät wird | Samentüte, Fachliteratur |
| Vorlaufzeit | Wochen von Aussaat bis Auspflanzen | Samentüte, Erfahrung |
| Saattiefe | Wie tief das Korn liegt | Samentüte |
| Keimdauer | Tage bis zur Keimung | Samentüte |
An Ihren Garten anpassen
Kein Kalender passt überall: Höhenlage, Kleinklima und Boden verschieben die Termine um Wochen. Nutzen Sie Kalender als Orientierung und verfeinern Sie sie Saison für Saison mit Ihren eigenen Beobachtungen. Der Aussaatkalender-Baukasten ist genau dafür gemacht: Ihre Kulturen, Ihre Monate, Ihre Werte.
Rückwärts planen
Die praktischste Methode: Vom gewünschten Pflanz- oder Erntetermin aus rückwärts rechnen. Beispiel: Auspflanzen Anfang Mai, Vorlauf 8 Wochen → Aussaat Anfang März. So landet jede Kultur zum richtigen Zeitpunkt in der Schale.
Häufige Fragen zum Aussaatkalender
Gelten die Monate auf Samentüten überall?
Sie sind Richtwerte für mitteleuropäische Bedingungen. In kühlen Lagen oder rauen Frühjahren verschiebt sich manches nach hinten — beobachten Sie Ihren Garten.
Was ist der Unterschied zwischen Vor- und Direktkultur?
Vorkultur heißt Anzucht im Haus mit späterem Auspflanzen; Direktsaat landet gleich im Beet. Manche Kulturen vertragen nur eines von beiden — die Samentüte sagt es Ihnen.