Was pikieren bedeutet
Pikieren heißt, dicht gesäte Keimlinge zu vereinzeln: Jedes Pflänzchen bekommt einen eigenen Topf oder mehr Abstand. So bekommt jede Pflanze Licht, Luft und Wurzelraum — die Voraussetzung für kräftige Jungpflanzen.
Den richtigen Zeitpunkt erkennen
Der verlässlichste Indikator ist der Entwicklungsstand: Sobald die Keimlinge neben den Keimblättern erste echte Laubblätter gebildet haben, ist Pikierzeit. Warten Sie nicht zu lange — dicht stehende Keimlinge werden lang, dünn und schwach. Zur Terminplanung hilft der Pikier-Termin-Rechner.
Werkzeug und Ablauf
| Schritt | So geht's |
|---|---|
| 1. Vorbereiten | Töpfe mit Anzuchterde füllen, leicht andrücken, angießen |
| 2. Herausheben | Mit Pikierstab oder Löffelstiel lockern, am Keimblatt anfassen |
| 3. Einpflanzen | Loch bohren, Pflänzchen etwas tiefer setzen als zuvor |
| 4. Andrücken | Erde vorsichtig um die Wurzeln drücken, Hohlräume vermeiden |
| 5. Angießen | Behutsam angießen, am besten mit Sprühflasche |
| 6. Beschriften | Sorte und Datum sofort notieren |
Danach: hell, aber nicht zu warm
Frisch pikierte Pflanzen stellen Sie hell, aber nicht in pralle Sonne und nicht zu warm. Nach wenigen Tagen haben sie sich etabliert und wachsen kräftig weiter. Gießen Sie maßvoll — die Erde soll feucht, nicht nass sein.
Häufige Fragen zum Pikieren
Kann ich das Pikieren überspringen?
Wenn Sie von Anfang an einzeln in Töpfe oder große Zellen säen, entfällt das Vereinzeln. Bei Breitsaat in Schalen ist Pikieren dagegen unvermeidlich.
Wie tief setze ich die Keimlinge?
Etwas tiefer als sie standen — bis knapp unter die Keimblätter. Das stabilisiert vor allem lang gewachsene Keimlinge.
